Zum zweiten Mal fand am Dienstag, 17.04.2018 der Demokratietag für die drei zehnten Klassen am Staatlichen Eifel-Gymnasium statt. Auch dieses Jahr startete der Tag mit einem Workshop, der von den Geschichtslehrern Dr. Susanne Becker, Julia Elenz, Michael Braum und Markus Thees geleitet wurde.

Hier wurde zunächst nochmals veranschaulicht, dass Demokratie nichts Abstraktes oder Theoretisches ist, sondern etwas Alltägliches, das allen Menschen begegnet, wenn sie beispielsweise ganz natürlich ihre Meinung öffentlich äußern dürfen. Gerade in Zeiten in denen in anderen Ländern wie der Türkei dieses Gut stark eingeschränkt ist, müssen wir diese scheinbaren Selbstverständlichkeiten zu schätzen wissen. Im Anschluss erarbeiteten die Schüler nochmals die zentralen Kennzeichen einer Demokratie, nämlich die Volkssouveränität oder die Gewaltenteilung. Zuletzt kam auch zur Sprache, dass die Demokratie ständig von verschiedenen Faktoren bedroht wird und ihr Erhalt kein Selbstläufer ist. Beispielsweise wurde der Rechtsextremismus thematisiert, dessen menschenverachtende Ansichten die Demokratie gefährden, indem sie zentrale Menschenrechte (Art. 1-19 GG) für bestimmte Gruppen von Menschen negieren. Anschaulich wurde dieser Fakt mit Hilfe des Filmausschnitts „Der Feind in meinem Haus – Wenn Kinder Nazis werden“ illustriert.

Nach diesem lehrreichen Workshop folgte ein besonderes Highlight. Dr. Thorsten Hindrichs von der Universität Mainz referierte - nach der freundlichen Begrüßung durch den Schulleiter Dr. Jens Kemper und die Organisatorin Dr. Susanne Becker -  zum Thema RechtsRock und schloss damit an das letzte Thema des Workshops an, indem er nachwies, dass RechtsRock in der demokratiefeindlichen, rechtsextremen Szene zur eigenen Vergewisserung und zur Festigung dieser Gruppierung dient. RechtsRock ist demnach kein musikalischer Begriff, sondern ein Sammelbegriff für Musik der rechtsradikalen Szene von Nazis für Nazis, die nicht per se rechtsradikal ist, sondern erst durch das Zusammenspiel von Musik, Text, Bildsprache und Kontext zu einer solchen wird. Hindrichs stellte dabei deutlich heraus, dass diese Musik – anders als in den Medien anlässlich der berüchtigten „Schulhof-CD“ häufig propagiert – keine „Einstiegsdroge“ ist, sondern auf bestimmten Voraussetzungen beruht und nahm den Schülern damit die Angst „aus Versehen Nazi zu werden, wenn man einen einschlägigen Song hört“. Warum gerade aber die Musik ein zentrales Element der Szene ist und welche Funktion sie damit spielt, fasste eine Größe der Bewegung mit folgenden Worten zusammen: „… it is a lot more enjoyable than going to a political meeting“.

Mit vielen neuen Eindrücken ließ Hindrichs uns nach seinem Vortrag zurück und schließlich blieb den Schülern zum Abschluss des Tages die Möglichkeit ihren Demokratietag zu evaluieren und ihre neuen Erkenntnisse in Form von Lernplakaten kreativ umzusetzen. Die Ergebnisse dieses Tages zieren nun die Klassenräume, um die vielen Eindrücke und neuen Erkenntnisse über den diesjährigen Demokratietag hinaus festzuhalten!

demokratietag

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