Auch dieses Jahr führte das Eifel-Gymnasium und Eifel-Kolleg Neuerburg die sehr beliebte Skiausbildung zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund mit großem Erfolg durch.

34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Nationen wie der Ukraine, Moldawien, Russland, Polen und Syrien sowie fünf Ausbilder nahmen an der vom Sportbund Rheinland geförderten viertägigen Ausbildung teil. Neben den ambitionierten sportlichen Aspekten stand der soziale und integrative Gedanke im Zentrum der Exkursion.

Nach der sonntägigen Anreise trat zunächst Ernüchterung ein, als die verschlechterten Pistenverhältnisse das anvisierte Skigebiet im Sudelfeld unbefahrbar machten. Nach spontaner Umorganisation wurde kurzum der „Wilde Kaiser“ im österreichischen Tirol als neues Skigebiet auserkoren. Somit machten am Montagmorgen zwanzig Skianfänger der Jahrgangsstufe 11 ihre ersten Gleitversuche auf Skiern und übten sich in akrobatischen Balancierakten. Die anderen Teilnehmer verbesserten ihr skifahrerisches Können in zwei weiteren Gruppen für Fortgeschrittene und einer für Experten. Für die Skineulinge ging es bereits nach einem halben Tag auf ihre erste blaue Piste, die sie trotz einiger ungewollter Schussfahrten und leichter Stürze mit Bravour meisterten. Die Gruppen der Könner feilten weiter an ihrer Carvingtechnik, während sich die Experten gerne beim Speedfahren unter Beweis stellten. Funparks mit Wellenbahnen, Skiwege durch den Wald und eine anspruchsvolle Talabfahrt sorgten für große Abwechslung. Ein besonderes Highlight für die Skianfänger stellte das Bewältigen einer schwarzen Piste am zweiten Tag dar, was sie mit großem Stolz erfüllte. Die passablen Pistenbedingungen sowie die guten Wetterverhältnisse ermöglichten ein bemerkenswertes Fortschreiten in jeder Leistungsgruppe. Besonders der vierte Skitag erfreute uns mit vielen Sonnenstunden und einem atemberaubendem Bergpanorama, was mehrfach von Schülern fotografisch festgehalten wurde.

Das bewegungsintensive Sportprogramm tagsüber wurde von einem vielfältigen Abendprogramm begleitet. Die praktischen Skiübungen auf der Piste wurden in abendlichen Theoriestunden analysiert und erläutert. Kennenlern- und Gruppenspiele wie beispielsweise „die Werwölfe“ intensivierten das soziale Miteinander. Unschlagbarer Favorit blieb das Würfelspiel „Mäxchen“, was auch auf dieser Fahrt mit ungebrochenem Elan gespielt wurde. Höhepunkt des Rahmenprogramms stellte die Skitaufe inklusive des Skigerichts dar. Aus diesem Anlass formulieren die Schülerinnen und Schüler tagsüber auf den Liften und während den Pausen mehrzeilige Gedichte über ihre Taufpaten, die sie dann während der Zeremonie vortrugen. Gekrönt wurde das Ritual durch die Verabreichung eines delikaten Tauftrunks, einer Gesichtsbemalung und eines theatralischen Taufsegens. Im Anschluss an die „Tauffeier“ wurden die „angeklagten“ Skifahrer vor das oberste Skigericht zitiert und für ihre Vergehen auf der Piste „verurteilt“. Abschließend tanzten alle in der jugendherbergseigenen Disco und ließen die Skiausbildung stimmungsvoll ausklingen.

Mit sichtlichem Stolz über ihre außergewöhnlichen sportlichen Leistungen, mit einem gestärkten Selbstbewusstsein bezüglich ihrer erworbenen Fähigkeiten im Skilaufen und mit der Freude über neue Freundschaften traten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Heimreise an.

Hiermit zeigte sich am Eifel-Gymnasium und am Eifel-Kolleg, wie erfolgreich und wie "sportlich" Integration an Schulen tatsächlich gelebt werden kann.

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Text: Markus Thees

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